Gutachten

 

Gutachten zur Auslegung von § 11b des Tierschutzgesetzes (Verbot von Qualzüchtungen) BMEL 1999

PerserkatzePlakat

Das Gutachten soll insbesondere allen Züchtern von Heimtieren helfen, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und die Vorschriften des Tierschutzgesetzes, welche die Züchtung betreffen, in vollem Umfang zu beachten. Ziel ist das vitale, gesunde, schmerz- und leidensfreie Tier. Es muss ein Umdenken einsetzen, um die negativen Auswirkungen von Extremzüchtungen und Übertypisierungen zurückzudrängen. umdenken.tierzuliebe. Im Gutachten werden die Zuchtziele, soweit sie mit dem geltenden Tierschutzgesetz nicht vereinbar sind, zunächst allgemein und dann im Einzelnen besprochen und Vorschläge zur Verbesserung gemacht. Es handelt sich um züchterisch geförderte Defektgene oder deren Auswirkungen sowie durch wenige oder mehrere Gene bedingte Merkmalsausprägungen, die Schmerzen, Leiden oder Schäden bewirken oder die mit krankhaften Zuständen gekoppelt sind.Wenn Sie daran denken, sich ein Heimtier anzuschaffen, sei es Hund oder Katze, Kaninchen oder Vögel, dient dieses Gutachten auch für Sie als Orientierung.

Für Tierärztinnen und Tierärzte ist es hilfreich, um insbesondere zukünftige Tierbesitzer*innen über problematische Züchtungen aufzuklären und Alternativvorschläge zu machen.

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 Die Zucht von Schauwellensittichen

Qualzucht und Tierleid oder zukunftsträchtiges Hobby?

Azulceleste Wellensittich

Eine kritische tierschutzrechtliche Beurteilung basierend auf wissenschaftlichen Publikationen, züchterischen Erkenntnissen und definierten Zuchtstandards mit besonderem Augenmerk auf § 11b TierSchG (Verbot von Qualzucht) von der Tierärztin Jessica Koser.

Das vollständige Gutachten lesen Sie hier.

 

 

Quelle: File:Azulceleste.jpg - Wikimedia Commons

 

Rechtsgutachten zur Klärung von spezifischen Sachverhalten im Zusammenhang mit § 11b Tierschutzgesetz

Im Zusammenhang mit der Zucht von Tieren mit Qualzuchtmerkmalen tritt immer wieder die Frage auf, ob dem Problem der Qual-/Defektzucht mit der Einkreuzung gesunder Tiere, auch anderer Rassen, begegnet werden könne und ob dies tierschutzrechtlich überhaupt zulässig sei. Um das rechtlich klären zu lassen wurde von der Tierärztekammer Berlin 2021 ein Rechtgutachten bei Prof. Dr. jur. Thomas Cirsovius in Auftrag gegeben, um folgende Frage juristisch zu bewerten:

Sind tierschutzwidrige Maßnahmen i. S. v. § 11b Abs. 1 TierSchG legal, wenn bezweckt ist, nach mehreren Zuchtgenerationen ungeschädigte, schmerz- und leidensfrei lebensfähige Nachkommen zu erzielen?

Das vollständige Gutachten finden Sie hier.

Das bereits im April 2021 veröffentlichte Gutachten zur Frage , ob Verstöße gegen das Qualzuchtverbot nach § 11b Abs. 1 TierSchG tatbestandlich ausgeschlossen oder gerechtfertigt sein können, wenn bezweckt ist, als Endresultat – d. h. nach mehreren Zuchtgenerationen – schmerz-, leidens- und schadensfrei lebensfähige Nachkommen zu erzielen, hat der Verfasser dieses Gutachtens zum 30.09.2021 im Auftrag der Tierärztekammer Berlin zu nachfolgendem Thema ergänzt:

Pönalisierung von Schaustellern, Ausstellungsveranstaltern, Zuchtrichtern, Verbandsvorständen und Tierärzten im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Qualzüchtungsverbot.

Das vollständige Gutachten finden Sie hier.

Das Thema der Tierschutzrelevanz von hohen Produktionsraten bei sog. Nutztierrassen ist schon lange in der öffentlichen Debatte angekommen. Eine gut besuchte Fortbildung zum Thema „Milchkuh am Limit“ hat die Tierärztekammer bereits 2018 durchgeführt. Die Arbeitsgruppe „Tierschutz in der Nutztierhaltung“ der BTK hat dazu eine umfangreiche Stellungnahme erarbeitet, die im Heft 6/2022 des Deutschen Tierärzteblattes und auf der Homepage der BTK veröffentlich ist. Sowohl bei der Fortbildungsveranstaltung, als auch im Rahmen der Erarbeitung der Stellungnahme, wurde immer wieder die Frage gestellt, inwieweit die Zucht auf extrem hohe Milchleistung und die damit verbundenen gesundheitlichen Probleme der Tiere ein Fall für § 11b TierSchG ist. Dieser Thematik hat sich nun Prof. Dr. jur. Thomas Cirsovius im Auftrag der Tierärztekammer Berlin zum 07.04.2022 in seinem Gutachten Tierschutzrechtliche Vorgaben im Zusammenhang mit der Milchviehzucht, unter Berücksichtigung der Erkenntnisse, die in der Stellungnahme der BTK zusammengefasst wurden, detailliert angenommen. Auch die Möglichkeit des Verstoßes gegen § 3 Nr. 1 TierSchG wird erörtert.

Er kommt zu dem Schluss, dass die gegenwärtige Zucht- und Nutzungspraxis von Milchvieh der Rasse Holstein-Friesian ordnungswidrig und durch Verbotsverfügungen zu unterbinden sei. Bedenklich sei außerdem, dass die Staatsanwaltschaften in Deutschland nicht die gebotene Unabhängigkeit vom politischen Raum hätten, um konsequent Straftaten nach dem Tierschutzgesetz zu verfolgen. Ahndungen scheiterten oftmals auch an Überlastungen der Ordnungs- und Strafverfolgungsbehörden.

Das vollständige Gutachten finden Sie hier.

 

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