Weiterführende Informationen zum Thema „Qualzucht“

Gutachten zur Auslegung von § 11b des Tierschutzgesetzes (Verbot von Qualzüchtungen)

PerserkatzePlakat

Das Gutachten soll insbesondere allen Züchtern von Heimtieren helfen, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und die Vorschriften des Tierschutzgesetzes, welche die Züchtung betreffen, in vollem Umfang zu beachten. Ziel ist das vitale, gesunde, schmerz- und leidensfreie Tier. Es muss ein Umdenken einsetzen, um die negativen Auswirkungen von Extremzüchtungen und Übertypisierungen zurückzudrängen. umdenken.tierzuliebe. Im Gutachten werden die Zuchtziele, soweit sie mit dem geltenden Tierschutzgesetz nicht vereinbar sind, zunächst allgemein und dann im Einzelnen besprochen und Vorschläge zur Verbesserung gemacht. Es handelt sich um züchterisch geförderte Defektgene oder deren Auswirkungen sowie durch wenige oder mehrere Gene bedingte Merkmalsausprägungen, die Schmerzen, Leiden oder Schäden bewirken oder die mit krankhaften Zuständen gekoppelt sind.

Wenn Sie daran denken, sich ein Heimtier anzuschaffen, sei es Hund oder Katze, Kaninchen oder Vögel, dient dieses Gutachten auch für Sie als Orientierung.

Für Tierärztinnen und Tierärzte ist es hilfreich, um insbesondere zukünftige Tierbesitzer*innen über problematische Züchtungen aufzuklären und Alternativvorschläge zu machen.

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Flyer der BTK - Kurznasen und Glubschaugen; nicht süss, sondern gequält!

Eine Broschüre zur Aufklärung über das brachycephale Syndrom.

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Beschluss des AK1 Deutscher Tierärztetag 2015

Forderungen und Empfehlungen an Bundestierärztekammer, Landestierärztekammern und tierärztliche Verbände, an den Gesetzgeber, an die Bundesländer, an die Züchter*innen, an die Tierärzteschaft und an die Forschung.

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Deutsches Tierärzteblatt 1/2013 Oechtering

Französische BulldoggeWenn Menschen Tier verformen: Ein Ruf nach mehr Qualitätskontrolle in der Hundezucht. 
Unter welchen Qualen brachycephale Hunderassen leiden und wie hier Abhilfe geschaffen werden kann, wird in diesem Beitrag erläutert.

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Deutsches Tierärzteblatt 1/2013 Busch

Qualzuchten beim Hund – noch kein Ende in Sicht: Wenn man die Haustierarten mit deren Vorfahren – den Wildtieren – vergleicht, stellt man fest, dass wesentliche Veränderungen im Laufe der Domestikation und Züchtung im Exterieur und im Verhalten erreicht wurden. Der Mensch hat durch planmäßige Zucht die Merkmale und Eigenschaften der Haustiere herausgezüchtet, die seinen Interessen entsprechen. Es entstanden jedoch auch Züchtungen, bei denen genetisch bedingte Schäden oder Leiden schon bei der Geburt oder im Verlauf ihres Lebens auftreten.

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Beurteilung von brachycephalen Hunderassen hinsichtlich Qualzuchtmerkmale am Beispiel des Mops

20171108 MopsHunde (Canis lupus familiaris) werden seit über 17000 Jahren domestiziert. Über die Zeit wurde dabei auf spezifische Fähigkeiten, z. B. Jagdverhalten, aber auch auf spezielle Merkmale selektiert. Inzwischen spielt bei vielen Rassen das Aussehen der Tiere die Hauptrolle. Als Folge haben sich die Rassestandards im letzten Jahrhundert immer weiter in Richtung Extremformen entwickelt – kleine Hunde wurden noch kleiner, große noch größer, der Fang noch spitzer oder flacher, das Fell noch dichter und länger oder gänzlich weggezüchtet. Dies ist bei vielen Rassen mit dem Auftreten von Schmerzen und Leiden verbunden.

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TVT Merkblatt Nr. 141 / Qualzucht und Erbkrankheiten beim Hund

 Das vorliegende Merkblatt ist in erster Linie für Tierärztinnen und Tierärzte bestimmt, kann aber auch den Zuchtvereinen und Interessenten von Rassehunden nützliche Hinweise auf mögliche rassebedingte Probleme geben. Das Ziel muss sein, die bei einzelnen Rassen existierenden Probleme zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen einzuleiten. Dazu bedarf es einer engen Zusammenarbeit zwischen Tierärzten und Züchtern, sowie den Zuchtvereinen und -verbänden.

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Veranstaltung § 11b TierSchG TÄK Berlin 2016

Nacktkatze

Auf dem Deutschen Tierärztetag 2015 in Bamberg hat der Arbeitskreis 1 „Zucht und Qualzucht von Klein- und Heimtieren“ umfangreiche Forderungen erhoben, deren
Umsetzung dazu dienen soll, der extremen Zucht auf optische Merkmale, deren Nebenwirkungen zu lebenslangen Schmerzen, Leiden oder Schäden führen können, Einhalt zu gebieten. Zwei wesentliche Punkte der umfangreichen Liste sind Fortbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Diesem Anspruch sind wir mit der Veranstaltung am 13. Juni 2016 nachgekommen.

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Veranstaltung § 11b TierSchG Fische, Reptilien, Amphibien TÄK 2017

Es ist verboten, Wirbeltiere zu züchten wenn züchterische Erkenntnisse erwarten lassen, dass als Folge der Zucht bei der Nachzucht erblich bedingt Körperteile oder Organe für den artgemäßen Gebrauch fehlen oder untauglich oder umgestaltet sind und hierdurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten oder bei den Nachkommen mit Leiden verbundene erblich bedingte Verhaltensstörungen auftreten, jeder artgemäße Kontakt mit Artgenossen bei ihnen selbst oder einem Artgenossen zu Schmerzen oder vermeidbaren Leiden oder Schäden führt oder die Haltung nur unter Schmerzen oder vermeidbaren Leiden möglich ist oder zu Schäden führt. Inwieweit von solchen Veränderungen auch Fische, Reptilien und Amphibien betroffen sind, wurde in den Vorträgen beleuchtet. Dabei wurde auch darauf eingegangen, welche Beobachtungen bei der Überwachung von Börsen und Zoofachhandlungen gemacht werden. Außerdem wurden Betrachtungen über die Mensch-Tier-Beziehung, deren Auswirkungen und Grenzen angestellt.

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Veranstaltung § 11b TierSchG Geflügelzucht – Quo vadis?

Tierärztinnen und Tierärzte in Deutschland verpflichten sich mit ihrem Ethik-Kodex zum ethischen Handeln. Wir lehnen alle Maßnahmen ab, durch die Tieren Leistungen erbringen sollen, die ihre physische oder psychische Anpassungsfähigkeit überfordern oder die negative Konsequenzen für ihre Gesundheit und/oder ihr Wohlbefinden haben. Wir verurteilen jede Form von Tierzucht, die zu Schmerzen, Leiden und Qualen führt oder beiträgt, und setzen uns für die präventive Aufklärung sowie für das Erkennen und Vermeiden solcher Entwicklungen ein.


Puten, Quelle: RatschDas sind große Worte, doch was heißt das jetzt im Zusammenhang mit der heutigen Nutztierhaltung? In der angekündigten Veranstaltung wollen wir unter diesem Aspekt die Geflügelzucht und –haltung näher betrachten. Es scheint offensichtlich, dass die hohen Leistungsanforderungen negative Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere haben können. Was kann bzw. muss die Tierärzteschaft tun, um hier ein Umdenken voranzubringen und ihrem Anspruch gerecht zu werden, der im Ethik-Kodex formuliert ist? Die möglichen Auswirkungen der Leistungszucht auf das Tierwohl wurden diskutiert und das Spannungsfeld zwischen Tierschutz und Tiergesundheit beleuchtet. Insbesondere wurden auch die ethischen und rechtlichen Aspekte der Nutztierzucht erörtert.

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Veranstaltung § 11b TierSchG „Die Milchkuh – Hochleistung am Limit?

Die Milchproduktion und damit einhergehend Haltung und Fütterung der Milchkuh haben sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verändert. 10.000kg Jahresleistung sind schon lange keine Seltenheit mehr, im bundesweiten Durchschnitt liegt die Jahresleistung inzwischen bei knapp 8000kg. Es ist unbestritten, dass eine hohe Milchleistung mit gravierenden metabolischen Herausforderungen einhergeht, die zu einer Reihe von Erkrankungen führen können. Dem Thema Fütterung und Haltungsmanagement kommt hierbei sicherlich eine zentrale Rolle zu. Welche Rolle allerdings die Zucht in diesem Zusammenhang spielt, bleibt häufig unbeachtet. Wie groß ist der Einfluss der Zucht auf die Gesundheit der Milchkuh und inwieweit kann die Zucht zu einer Verbesserung des Tierwohls beitragen?

Der Tierärzteschaft kommt bei der Klärung dieser Fragen eine besondere ethische Verantwortung zu, hat sie doch im Ethik-Codex ein klares Bekenntnis abgegeben „jede Form von Tierzucht, die zu Schmerzen, Leiden und Qualen führt oder beiträgt“ zu verurteilen und sich für „die präventive Aufklärung sowie für das Erkennen und Vermeiden solcher Entwicklungen“ einzusetzen.

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