Bestimmte Maulkörbe für Hunde lebensgefährlich!
Montag, 31. März 2008 um 15:07 Uhr
Die Berliner Tierärzte schlagen Alarm: Beim bestehenden Angebot der Maulkörbe wird zu wenig Wert auf die Bedürfnisse des Hundes gelegt. Einige Modelle sind nicht tiergerecht. Trägt der Hunde einen solchen Korb länger, so kann der Hund weder hecheln noch Wasser saufen: Ein eindeutiger Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Andere Körbe schützen den Menschen nicht ausreichend vor Hundebissen. Unter http://www.vet-doktor.de/DRUMHERUM/Maulkorb/maulkorb.html sind die gängigen Maulkorbmodelle mit ihren Vor- und Nachteilen vorgestellt. Am besten wird der Metallgitterkorb eingestuft, der sowohl dem Hund viel Freiraum lässt als auch vor Bissen sicher schützt.Ein guter Maulkorb erfüllt fünf Kriterien: Der Hund muss unbehindert hecheln und saufen können. Der Korb darf nicht zu schwer sein und lässt der Schnauze und der Nase Platz. Außerdem sichert der Korb zuverlässig, dass der Hund niemanden beißen kann.
Insbesondere Maulkörbe aus Leder oder Nylon sind nur für einen kurzen Einsatz geeignet. Sie verhindern, dass der Hund hecheln und saufen kann. Am besten erfüllen Metallgitterkörbe die Kriterien, für kleine Hunde eignen sich auch Plastikkörbe. Aufgrund ihres Raumangebots für die Hundeschnauze sehen beide Körbe vielleicht nicht besonders schön aus, dafür fühlt sich der Hund wohl. Auch der Preis ist kein Auswahlkriterium, passende Maulkörbe sind erschwinglich und halten ein Hundeleben lang.
Damit der tiergerechte Maulkorb nicht nur ein Appell bleibt, sondern ausdrücklich vorgeschrieben ist, fordern die Berliner Tierärzte, dass das Berliner Hundegesetz dahin geändert wird, dass nicht nur ein "beißsicherer Maulkorb", sondern ein "beißsicherer und tiergerechter Maulkorb" vorgeschrieben wird. Denn zum Beispiel Nylonkörbe, wie Tiermediziner sie durchaus während der Untersuchung verwenden, sind bei längerer Tragezeit einfach nicht tiergerecht.
